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In der Nationalparkinformation las ich : 21.Juni, Mittsommernacht im Hainich auf dem Harsberg bei Lauterbach, ab 20.00 Uhr keltisches Brauchtum und keltische Heilpflanzen rund um die Sommersonnenwende mit Susanne Märten. – So etwas hatte ich schon lange gesucht,also machte ich mich auf den Weg und viele, viele kamen gleich mir auf den Harsberg bei Lauterbach. Susanne Merten im langen Gewande und mit einem wunderschönen Blütenkranz geschmückt, begrüßte die über 100 Wanderer sehr persönlich und machte uns zunächst mit den Kelten bekannt als die Pioniere Europas. Denn all die großen Städte wie Paris, Prag, London und Budapest sind alte keltische Gründungen. Sie erzählte uns, dass kein früheres Volk mehr Ehrfurcht vor der Natur gehabt hat als die Kelten, die in jedem Grashalm das Universum zu erkennen vermochten. „ Laßt uns unsere keltischen Wurzeln ausgraben und zum Ihlefeld laufen, zur magischen Betteleiche“, forderte sie uns auf . Und auf dieser Wanderung passierten dann erstaunliche Dinge. Da liegt auf einmal eine große rote Sonne auf dem Waldboden und auf ihr Heilkräuter, die schon die Kelten kannten, wie z.B. der Weiß- und Rotklee, den sie als Glücksymbol nutzten; die Scharfgabe, die Augenbraue der Venus, als ihr Gesundmacher; den Giersch, der bis ins 16. Jahrhundert als Spinat gegessen wurde; die Wegwarte, die die Urgroßmutter des Chikore ist; der Beifuß, der dem Wanderer Kraft gibt; das Johanniskraut als Stimmungsaufheller oder die Brennessel und die Mistel. Dann führte sie uns an eine sehr schöne Stelle im herrlichen Buchenwald des Hainichs. Im Schein der rotgolden untergehenden Abendsonne hörten wir ergriffen davon, dass Druiden davon ausgingen, dass alles Wissen, dass nicht im Herzen getragen wird, kein echtes Wissen sei. Sie wurden 3 mal 7 Jahre, also 21 Jahre im Wald ausgebildet und konnten dann als Waldweise Führer der Gesellschaft werden. Es war eine wunderbare Stimmung im Wald, die Vöglein zwitscherten ihr Abendlied und wir alle waren sehr ergriffen davon. Da bat Frau Märten alle Kinder zu sich. In der ersten Reihe sitzend, lauschten Sie wie gebannt dem keltischen Märchen von dem wilden Schwänen, wofür die perfekte Märchenerzählerin mit spontanem herzlichen Beifall belohnt wurde. Danach kamen wir zu einem Wegekreuz und hier erfuhren wir viel über Sommer- und Wintersonnenwende, dass 8-speichige Rad und dessen dunkle und helle Seite. Weiter wandernd tat sich mit einem Mal eine Waldlichtung auf und mit großem Staunen sahen wir viele Lichter funkeln, hörten wir wunderbare Klänge und Gesänge, zu denen auf einer nahen Waldwiese Elfen Ihren Reigen tanzten.
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Deborah, Maria, Angie und Ivonne
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Die Elfen aus Scherbda, die mit Ihrem Mitwirken dafür sorgten, dass es für manch einen Besucher ein unvergessliches Erlebniss wurde.
Wir waren in einem Zauberwald angekommen, die Atmosphäre war wunderbar: Genau das richtige Licht und die richtige Stimmung für eine Sonnenwendfeier. Jeder der wollte, konnte etwas Unerfreuliches verbrennen, aber sich auch für die Zukunft etwas wünschen, beim Gang durch die Betteleiche, die heute ganz phantastisch und mystisch aussah, weil sie von einem großen Kranz leuchtender Kerzen umgeben war. Ebenfalls von leuchtenden Kerzen umgeben war ein Tisch, auf dem herrlicher Elfenwein aus Holunderblüten kredenzt wurde und unweit davon ein stimmungsvoller Rastplatz, wo man sich bei magischen Gebäck und anderen Köstlichkeiten stärken konnte für den Rückweg und den Ausklang der Mittsommernacht beim Schwedenfeuer unter sternenklaren Himmel. Genau so hatte ich mir eine Mittsommernacht immer vorgestellt, ohne Krach ohne ohrenbetäubende Musik einer Band, nur im Wald unter dem Gesang der Vögel beim Sonnenuntergang . Nun ist der dieser Wunsch auf so wunderbarer Weise in Erfüllung gegangen . Dafür möchte ich Frau Merten und allen anderen fleißigen Helfern ganz herzlich danken und einen besonderes Dankeschön sagen den Elfen aus Scherbda für ihren Reigen und der Angie für ihren Elfenkranz aus Holunderblüten, den sie mir zum Abschied schenkte und der nun trocknend in meinen Arbeitszimmer seinen Platz gefunden hat und immer eine schöne Erinnerung an die Zauberhafte Mitsommernacht auf dem Harsberg bei Lauterbach sein wird.
Bärbel Petzold - Dessau im Juli 2003
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